Zufriedene Zusammenarbeit kann entstehen, wenn sich jeder Einzelne mit all seinen Stärken und Schwächen voll und ganz akzeptiert und somit auch sein Gegenüber annimmt. Durch mitfühlende Begegnungen und einem verbindlichen Engagement kann eine Gemeinschaft, wie eine Familie, ein Freundeskreis oder auch ein Arbeitsteam, neue kreative Impulse bekommen, für sich mehr Klarheit gewinnen und zusammen neue Gelegenheiten und Chancen kreieren. Wandel und Wachstum wird möglich.

Eine Geschichte: Der Blinde und der Lahme

In einem entlegenem Dorf im Himalaya lebten zwei Männer, jeder für sich allein. Der eine war blind, der andere gelähmt. Beide fühlten sich elend und bedauernswert und waren dem Verhungern nahe. Und beide flehten Gott verzweifelt an, sie von diesem Leben zu befreien. Einmal, an einem Frühlingstag, war der Blinde auf dem Weg zum Markt, wo er um Almosen bitten wollte, als er das Gebet des Lahmen hörte. Bewegt von seinen Worten fühlte er sogleich, dass er einen Schicksalsgenossen gefunden hatte. Er setzte sich zu ihm und sie begannen einander von ihrem bitteren Dasein zu erzählen. In kürzerer Zeit fühlten sie sich als Freunde verbunden. „Wir beide leiden, jeder von uns auf seine Weise. Wenn wir zusammenhalten, können wir einander vielleicht Erleichterung erschaffen“, sagte der Lahme. „Wie soll das gehen?“ fragte der Blinde, „ich bin völlig blind, ich sehe gar nichts. Du bist lahm und kannst nicht gehen, wie können wir uns da unterstützen?“ „Ganz einfach“ , rief der Lahme voller Begeisterung. „Ich habe Augen und du hast Beine, zusammen haben wir alles, was wir brauchen!“ Der Blinde verstand und rief nun seinerseits aufgeregt: “ Ja, ich werde dich auf meinen Rücken tragen und meine Beine sind auch deine Beine, und deine Augen sind auch meine Augen und du weist mir den Weg.“ Und bis zum heutigen Tag leben die beiden zusammen, haben ein gutes Auskommen und sind zufrieden mit sich und der Welt. (Quelle: Hanna Milling (2016): Storytelling – Konflikte lösen mit Herz und Verstand. Eine Anleitung zur Erzählkunst mit hundertundeiner Geschichte, Wolfgang Metzner Verlag, Frankfurt am Main)

Welche Schlüsselerkenntnisse wählst du?

* Jeder Mensch ist einzigartig und besitzt seine Stärken und Schwächen.

* Oft sind wir uns unserer Ressourcen, Talente und Gaben gar nicht bewusst.

* Ungünstige Glaubensätze halten uns vom Wachstum ab.

* Wie häufig sehen wir eher unsere vermeintlichen Schwächen und leiden darunter.

* Wir wollen einfach nur anders sein und wünschen uns Veränderungen.

* Die Bereitschaft sich verletzlich zu zeigen, macht Linderung möglich.

* In der Begegnung mit anderen können wir uns selber und neue Perspektiven erkennen.

* Präsenz und Empathie verhelfen zu wahrhafter Kommunikation.

* In mitfühlenden Gesprächen können wir Klarheit gewinnen.

* Verbundenheit stärkt Menschlichkeit – hin zu einer kraftvollen „WIR-Landschaft“.

* Wertschätzung schafft WIN-WIN-Lösungen.

* Zusammenhalt nimmt Zweifel und Angst und schafft Erleichterung.

* Begeisterung weckt Lebensmut.

* Verbindliches Engagement entfaltet Potentiale.

* Freude, Kreativität, Akzeptanz und Fülle tragen zu lebendigen Beziehungen bei.

* Friede mit sich und anderen bedeutet klare Zentriertheit; ein lebendiger Wandel wird möglich.

  

Gehe doch einmal fest davon aus (vielleicht auch nur für einen kurzen Moment):

Alle, die da sind, sind zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Frage dich: Wozu kann die Verschiedenartigkeit dienen?

 

Diese Blogartikel könnten dich auch interessieren:

Wertschätzung – Ehrliche Anerkennung aussprechen

Sich wohlfühlen – Welchen Gesprächsfluss wählst du?

Wandel braucht Freiraum – Strategieworkshop nutzen, um Zukunft zu genießen

Kontakt

Welchen Entwicklungsweg wollen Sie einschlagen?
Sie sind bereit, Ihren Wandel zu gestalten? Sie wollen Klarheit für sich gewinnen und endlich wieder Freiraum genießen? Oder benötigen Sie neue kraftvolle Impulse?

Schreiben Sie mir Ihr Anliegen einfach per Email und der erste Schritt ist getan. Danke für Ihr Vertrauen.

Dr.-Ing. Verena Stengel

kontakt@verena-stengel-coaching.de

kraftvoll & feinsinnig