Morning Show – Wecker oder kein Wecker? Musik oder Stille? Gedanken an die To-Do-Liste oder ohne Vorgaben? Lachend voller Vorfreude oder mürrisch bei den vielen erdrückenden Gedanken? Sportlich oder lesend? Wie beginnt dein Tag? Wie möchtest du ihn beginnen? Welche Gewohnheiten kannst du bei dir entdecken?

Hast du dich schon einmal selber beobachtet, wie deine ganz persönliche „Morning Show“ abläuft? Wie startest du in den Tag? Was machst du als erstes? Vielleicht sogar noch bevor du deine Augen öffnest. Bemerkst du dich oder erst deine Umgebung? Welche gute Startphase gönnst du dir für den anstehenden Tag, damit dieser deinen Wünschen näher kommen kann?

 

Dein Morgen Programm bestimmt deinen Tag

Vielleicht kannst du dich einmal eine Woche lang beobachten, wie du deine „Show“ startest. Nicht, um dich zu kritisieren und dir noch eine weitere Liste zu schreiben, was du alles ändern könntest, sondern, um dir einmal Achtsamkeit zu schenken und in die Wahrnehmung zu kommen. Hier kannst du merken, dass du alleine schon dadurch mehr Ruhe gewinnen kannst und dein Selbstvertrauen wächst. Ein Zulassen von dem was ist, fällt dir von Tag zu Tag leichter und du kannst dich näher erleben. Was zeigt dir dein Morgen, wie du ihn derzeit startest? Möglicherweise hilft es dir, wenn du dir einmal ein paar Notizen dazu machst. Schaue dabei mit einem liebevollen Blick auf dein Verhalten. Frühstückst du zum Beispiel? Schaltest du das Radio oder den Fernseher an und konfrontierst dich mit Informationen? Was macht das mit dir und deinen Tag?

 

Neue Gewohnheiten – Programmänderungen sind möglich

„Das merkwürdige Paradox ist, dass ich mich ändern kann, wenn ich mich so akzeptiere, wie ich bin“, so Carl Rogers. Kannst du diese Einladung an dich aussprechen? Was glaubst du, in welche Richtung deine Entwicklung gehen könnte? Kannst du dich annehmen und dir vielleicht selber verzeihen? Was würdest du dir Wünschen und wobei könnte dir ein neues, kleines, morgendliches Ritual behilflich sein? Vielleicht zu mehr Lebensfreude? Male dir doch mal aus, wie dein lebensdienlicher Morgen aussehen könnte. Bestimmt hast du schnell eine Idee, was du in deine Morning Show integrieren könntest. Ein gutes Lied? Probiere es einfach mal aus. Vielleicht ist es auch etwas Körperbezogenes? Gegebenenfalls möchtest du auch erst einmal bewusst in dich hinein hören, wie es dir geht, bevor du überhaupt aufstehst. Oder vielleicht taucht in der Ruhe des Morgens auch ganz überraschend eine Idee auf, die du bisher noch gar nicht kanntest.

 

Geschichte – Wahrnehmen, Loslassen und neue Gewohnheiten genießen

Das schwere Gepäck

Es  war einmal ein Wanderer, der zog mühselig auf einer scheinbar endlos langen Straße entlang. Er war über und über mit Lasten behangen. Ein schwerer Sandsack hing an seinem Rücken, um seinen Körper war ein dicker Wasserschlauch geschlungen. In der rechten Hand schleppte er einen unförmigen Stein, in der Linken einen Geröllbrocken. Um seinen Hals baumelte an einem ausgefransten Strick ein alter Mühlstein. Rostige Ketten, an denen er schwere Gewichte durch den staubigen Sand schleifte, wanden sich um seine Fußgelenke. Auf dem Kopf balancierte der Mann einen halbfaulen Kürbis. Bei jedem Schritt, den er machte, klirrten die Ketten. Ächzend und stöhnend bewegte er sich Schritt für Schritt vorwärts.

Eines Tages begegnete ihm in der glühenden Mittagshitze ein Bauer. Der fragte ihn:“ Oh, müder Wanderer, warum belastest du dich mit diesen Felsbrocken?“ „Felsbrocken?“, antwortete der Wanderer, „Die hatte ich bisher noch gar nicht bemerkt!“ Daraufhin warf er die Brocken weit weg und fühlte sich viel leichter. Wiederum kam ihm nach einer langen Wegstrecke ein Bauer entgegen, der sich erkundigt: „Sag, müder Wandere, warum plagst  du dich mit dem halbfaulen Kürbis auf dem Kopf herum und schleppst an Ketten so schwere Eisengewichte hinter dir her?“ Und der Wanderer antwortete: „Kürbis? Ketten? Gewicht? Oh! Ich danke dir guter Mann, die hatte ich bisher gar nicht bemerkt!“ Und er schüttelte die Ketten ab und zerschmetterte den Kürbis im Straßengraben. Wieder fühlte er sich leichter. Doch je weiter er ging, desto mehr begann er wieder zu leiden und wussten einfach nicht  weshalb. Ein Bauer, der vom Feld kam, betrachtet den Wanderer erstaunt: „Oh, guter Mann, du trägst Sand im Rucksack, doch was du dort hinten siehst, ist mehr Sand, als du jemals tragen könntest. Und wie groß ist dein Wasserschlauch – als wolltest du die Wüste durchwandern. Dabei fließt neben dir ein klarer Fluss, der deinen Weg noch weit begleiten wird!“ „Oh, das trage ich alles mit mir herum? Ich danke dir, Bauer!“ Mit diesen Worten riss der Wanderer den Wasserschlauch  auf, dessen fauliges Wasser  im Kies des Weges versickerte, und füllte mit dem Sand aus dem Rucksack ein Schlagloch. Sinnend stand er da und schaute in die untergehende Sonne. Die letzten Sonnenstrahlen  – so geht die Legende – schickten ihm die Erleuchtung: Er blickte an sich herab, sah den schweren Mühlstein  an seinem Hals  und merkte plötzlich, dass der Stein es war, der ihn noch zu gebückt gehen ließ. Er band ihn los und warf ihn, soweit er konnte, in den Fluss hinab. Frei von seinen Lasten hüpfte und sprang er durch die Abendkühle und sang  so lustig und schön, dass alle Menschen , die ihm begegneten, von seiner Freude angesteckt worden sein sollen. Quelle: Hanna Milling (2016): Storytelling – Konflikte lösen mit Herz und Verstand. Eine Anleitung zur Erzählkunst mit hundertundeiner Geschichte, Wolfgang Metzner Verlag, Frankfurt am Main

Sei du dein Kompetenzzentrum für deine Entwicklung und lebe deine eigene „Morning Show“.

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