Gewohnheiten erleichtern uns das Leben! Übernommenes, Regeln und unbewusste Angewohnheiten halten uns jedoch auch in einer Komfortzone fest, welche uns von einer persönlichen Weiterentwicklung abhalten kann.

Autopilot-Modus im Alltag

Sowohl im beruflichen als auch im privaten Alltag lebt es sich sehr bequem in der gemütlichen Zone des Komforts. Hier agieren wir in vielen Situationen aus dem „Autopilot-Modus“ heraus. In diesem Modus greifen wir unbewusst auf gespeicherte Lösungen zurück, welche sich in der Vergangenheit bewehrt haben. Dies können kleine Situationen sein, wie die immer gleiche Reaktion auf Kritik oder die stetig ähnliche Ausrede. Es können aber auch große Zeiträume sein: So können wir zum Beispiel täglich einem Job nachgehen, ohne uns zu fragen, ob diese Tätigkeit einem selbst entspricht.

Raus aus der Komfortzone

Wandel und Entwicklung kann erst beginnen, wenn wir uns mutig anschauen was „man“ halt alles so macht und wenn wir selbstbewusst entscheiden, ob diese „gelernte“ Perspektive für einen selber stimmig ist. Hierzu eine kleine Geschichte als Impuls…

Die Lammkeulenzubereitung

Ein frisch vermählter junger Mann beschloss eines schönen Sonntags seiner Frau eine Lammkeule zuzubereiten. Bevor er den liebevoll vorbereiteten Braten in den Ofen schob, schnitt er von der Keule das untere Stück ab und legte dann die zwei Teile nebeneinander in den Römertopf. Seine Frau blickte ihm neugierig über die Schulter und fragte ihn: „Warum machst du das?“ „Weil man das so macht. Meine Mutter machte das immer genau so“, war seine Antwort. Darauf hin fragte die Frau ihre Schwiegermutter, warum sie das untere Stück der Keule abschnitt. „Ach, das macht man halt so. Meine Mutter machte das immer genau so“, antwortete auch diese. Die Großmutter war glücklicherweise noch am Leben und so ging die Frau zu ihr und fragte auch sie, warum sie den unteren Teil der Lammkeule vor dem Schmoren abschnitt. Und die Großmutter antwortete:“ Ach, das hatte einen ganz einfachen Grund: Mein Topf war damals so klein, dass der ganze Braten einfach nicht hineinpasste.“ Quelle: Hanna Milling (2016): Storytelling – Konflikte lösen mit Herz und Verstand. Eine Anleitung zur Erzählkunst mit hundertundeiner Geschichte, Wolfgang Metzner Verlag, Frankfurt am Main

TOP 5: Woran Du erkennst, dass Du in deiner Komfortzone sitzt

  1. Ein Tag gleicht dem anderen und Überraschungen bleiben aus.
  2. „So bin ich eben!“ – Ist dein Ausspruch, um dein Handeln zu rechtfertigen.
  3. Du hast nur wenige Reibungspunkte mit deinen Mitmenschen, da Du Konflikten aus dem Weg gehst und deinen Standpunkt nicht vertrittst bzw. gar nicht kennst.
  4. Dein Handeln beruht auf früheren, meist ungünstigen Erfahrungen, die dich bremsen Neues zu beginnen.
  5. Du gibst den Anderen die Schuld für deinen Gemütszustand.

Persönliches Wachstum geschieht nur außerhalb der Komfortzone. Hier kannst du neue Herausforderungen angehen, welche zwar auch mal Unsicherheiten auslösen, doch auch als „Überwindungsprämien“ Glück und Zufriedenheit bringen.

Durch achtsames Beobachten kannst du deinem Handeln auf die Schliche kommen. Welche Muster hast du bereits für dich erkannt? Bei welcher Entscheidung benötigst du noch eine andere Perspektive? Woran fehlt es noch, um eine passende Strategie für sich zu entwickeln, mit der du deinen individuellen Wandel gestalten kannst? Aus welchen Ressourcen kannst du schöpfen, um deinen eigenen Weg zu gehen? – Gönne dir Klarheit, um Wandel zu gestalten!

 

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