Das tierische Rad des Hamsters lässt einen an manchen Tagen vergessen, mit wie viel Freiheiten wir doch ausgestattet worden sind. Selbstbewusst Eigenverantwortung zu übernehmen und zum Beispiel seiner Berufung zu folgen schenkt Mut.

Deine fünf Freiheiten

Was ist im Moment da?

Die Freiheit zu sehen und zu hören, was im Moment wirklich da ist – anstatt das, was sein sollte, gewesen ist oder erst sein wird. Achtsam durch das Leben gehen wie ein neutraler Beobachter, d.h. die Aufmerksamkeit auf das Hier und Jetzt konzentrieren, nicht mit den Gedanken abschweifen weder in die Vergangenheit oder noch die Zukunft. Das Hier und Jetzt auf sich wirken lassen, ohne sofortige Beurteilung und gedankliches Konstruieren einer Wirklichkeit, wie man meint, dass sie denn besser sein sollte. All das gibt mir die Möglichkeit meine Energie zu bündeln und zu fokussieren und optimal zu nutzen.

Was fühle und denke ich?

Die Freiheit, das auszusprechen, was ich wirklich fühle und denke – und nicht das, was von mir erwartet wird. Authentizität und Kommunikation. Ich bin ich und ich habe das Recht und vielleicht sogar die Pflicht, das auszusprechen, was ich fühle, denke und möchte. Denn jeder ist ein Individuum und jeder empfindet unterschiedlich, hat seine speziellen Meinungen, Ansichten, Ideen und Wünsche. Keiner weiß, was der andere denkt und fühlt, außer er erklärt es uns. Sagen wir nur „Ja und Amen“, sprechen wir nur das aus, was von uns erwartet wird, beschneiden wir unsere Persönlichkeit und verlieren unsere Kraft und Stärke. Nur wenn jeder ausspricht, was er fühlt und denkt gewinnt die Welt an Vielfältigkeit, entwickelt sich fort, macht neue Entdeckungen, ist kreativ. Sagt jeder nur das, was von ihm erwartet wird, tritt die Welt schnell auf der Stelle. Kommunikation ist ausgesprochen wichtig.

Bin ich ich?

Die Freiheit zu meinen Gefühlen zu stehen – und nicht etwas anderes vorzutäuschen. Ich darf ich selbst sein, darf mich selbst verwirklichen, was Lebensfreude und Schaffenskraft gibt. 

Was brauche ich?

Die Freiheit, um das zu bitten, was ich brauche – anstatt immer erst auf Erlaubnis zu warten. Brauche ich etwas, habe ich das Recht darum zu bitten, darf ich kund tun, dass ich es brauche, damit auch andere wahrnehmen können, dass ich Hilfe, Unterstützung brauche. Nicht so lange warten bis andere merken, dass ich es brauche, denn dann werde ich schnell übersehen und komme zu kurz.

Was möchte ich wagen?

Die Freiheit in eigener Verantwortung Risiken einzugehen – anstatt immer nur auf „Nummer sicher zu gehen“ und nichts Neues zu wagen. Jeder von uns hat Eigenverantwortung. Als Kind wächst die Eigenverantwortung mit dem Alter und die Eltern übertragen die Verantwortung Stück für Stück auf das Kind, damit es im Alter zwischen 18 und 25 ein selbständiger Mensch mit voller Eigenverantwortung sein kann. Ich entscheide, welche neuen Schritte ich machen möchte und welche Risiken ich dabei eingehen möchte. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt und wird ständig auf der Stelle treten.

Quelle: Virginia Satir (1994): Kommunikation, Selbstwert, Kongruenz – Konzepte und Perspektiven familientherapeutischer Praxis. Junfermann-Verlag

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Dr.-Ing. Verena Stengel
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